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Leadgenerierung & Lead-Qualifizierung

Seminar
Systematic Review und
Meta-Analyse in der Medizin 

Ein Seminar für Fachleute aus Medizin, Pharma, Medizintechnik, Health Economics, Market Access und Evidenzbasierter Medizin

Offene Schulungen in Wiesbaden

Termine im Jahr 2026: 11./12. Juni 2026, 24./25. September 2026 und 26./27. November 2026

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Lernziele und Agenda Seminar
Systematic Review und Meta-Analyse in der Medizin

In der Evidenzbasierten Medizin reicht es häufig nicht aus, einzelne Studien isoliert zu betrachten. Für fundierte medizinische, regulatorische und gesundheitspolitische Entscheidungen müssen Ergebnisse aus mehreren Studien systematisch identifiziert, bewertet und zusammengeführt werden.​

  • Grundlagen und Zielsetzung von Systematic Reviews verstehen

  • Fragestellungen, Endpunkte und Ein-/Ausschlusskriterien systematisch einordnen

  • Voraussetzungen für eine Meta-Analyse beurteilen

  • typische Schritte einer Meta-Analyse nachvollziehen

  • Heterogenität erkennen, bewerten und interpretieren

  • Ergebnisse aus Forest Plots und gepoolten Effektschätzern interpretieren

  • Netzwerk-Meta-Analysen und indirekte Vergleiche grundlegend verstehen

  • MAIC-Analysen im Kontext indirekter Vergleiche einordnen

  • Dossiers und medizinische Publikationen methodisch kritisch lesen

  • Anforderungen und Hinweise aus dem IQWiG-Methodenbericht einordnen

OFFENE SCHULUNG

Präsenzveranstaltung in Wiesbaden

oder Online-Seminar

   €1.420,00   

pro Person, zzgl. gesetzlicher USt

Präsenzveranstaltungen finden in Wiesbaden statt und werden ab zwei Anmeldung durchgeführt (Angebotsgarantie)

INHOUSE-SEMINAR

Seminardurchführung am Standort des Kunden

   €1.890,00   

pro Tag bis 4 Teilnehmer zzgl.

gesetzlicher USt

Alle Inhalte der Inhouse-Seminare werden individuell zugeschnitten und zielgruppenspezifisch vermittelt.


Intensive Nachbetreuung ermöglicht den Teilnehmern ihre Kenntnisse in kürzester Zeit umzusetzen.

Empfohlene Seminardauer: 2 Tage

Leihgebühren Schulungsnotebook (auf Wunsch): 60,- Euro (pro Tag, pro Schulungsrechner)

Inhalte auf einen Blick

Dieses Seminar vermittelt die methodischen Grundlagen von Systematic Reviews und Meta-Analysen in der Medizin. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie vorhandene Evidenz strukturiert zusammengetragen, kritisch bewertet und quantitativ integriert werden kann.

 

Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Interpretation medizinischer Veröffentlichungen, Dossiers zur frühen Nutzenbewertung nach § 35a SGB V sowie auf methodischen Anforderungen, wie sie unter anderem im Methodenbericht des IQWiG beschrieben werden. Die jeweils gültige Fassung der Allgemeinen Methoden des IQWiG ist dabei relevant, da das Methodenpapier die grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweise des Instituts beschreibt und regelmäßig überprüft beziehungsweise aktualisiert wird.

Tag 1

  • Systematic Reviews als Grundlage der Evidenzbasierten Medizin: Zielsetzung, typische Anwendungsfelder und Bedeutung für medizinische, regulatorische und gesundheitspolitische Entscheidungen.

  • Formulierung der Forschungsfrage: Population, Intervention, Comparator und Outcomes als Strukturierungshilfe für medizinische Fragestellungen.

  • Planung eines Systematic Literature Reviews: Ein- und Ausschlusskriterien, Suchstrategie, Datenbanken, Screening-Prozess und Dokumentation der Studienselektion.

  • Bewertung der eingeschlossenen Studien: Studiendesign, Endpunkte, Verzerrungspotenzial, Übertragbarkeit und Relevanz für die Fragestellung.

  • Von der systematischen Literaturrecherche zur quantitativen Befundintegration: Wann reicht ein narrativer Review aus und wann ist eine Meta-Analyse methodisch sinnvoll?

  • Grundlagen der Meta-Analyse: Was ist eine Meta-Analyse, welches Ziel verfolgt sie und welche Arten von Studienergebnissen können quantitativ zusammengeführt werden?

  • Voraussetzungen für die Durchführung einer Meta-Analyse: Vergleichbarkeit von Populationen, Interventionen, Kontrollgruppen, Endpunkten und Studiendesigns.

  • Typische Effektmaße in Meta-Analysen: Risk Ratio, Odds Ratio, Hazard Ratio, Mittelwertsdifferenzen und standardisierte Mittelwertsdifferenzen.

  • Darstellung und Interpretation von Forest Plots: Einzeleffekte, gepoolter Effekt, Konfidenzintervalle, Gewichtung der Studien und Gesamtinterpretation.

  • Fixed-Effect- und Random-Effects-Modelle: Grundidee, Unterschiede und praktische Bedeutung für die Interpretation der Ergebnisse.

  • Heterogenität in der Meta-Analyse: klinische, methodische und statistische Heterogenität; Interpretation von I² und weiteren Heterogenitätsmaßen.

  • Umgang mit Heterogenität: Subgruppenanalysen, Sensitivitätsanalysen und Grenzen der quantitativen Zusammenfassung.

  • Einordnung methodischer Anforderungen aus dem IQWiG-Methodenbericht: Bedeutung für systematische Reviews, Meta-Analysen und die Bewertung medizinischer Evidenz.

  • Praktische Beispiele aus medizinischen Publikationen: Gemeinsames Lesen und Interpretieren von Meta-Analysen, Forest Plots und berichteten Effektschätzern.

 

Tag 2

  • Indirekte Vergleiche in der Medizin: Warum indirekte Evidenz benötigt wird und welche Rolle sie spielt, wenn direkte Head-to-Head-Studien fehlen.

  • Grundlagen direkter und indirekter Effekte: direkte Vergleiche, indirekte Vergleiche über einen gemeinsamen Vergleichsanker und gemischte Evidenz.

  • Netzwerk-Meta-Analysen: Was ist eine Netzwerk-Meta-Analyse und wie erweitert sie die klassische paarweise Meta-Analyse?

  • Aufbau und Interpretation von Evidenznetzwerken: Interventionen, Vergleichsbeziehungen, Netzwerkgrafiken und Bedeutung der verfügbaren Evidenzstruktur.

  • Zentrale Voraussetzungen für Netzwerk-Meta-Analysen: Homogenität, Transitivität und Konsistenz als Grundlage belastbarer indirekter Vergleiche.

  • Einfluss von Heterogenität auf Netzwerk-Meta-Analysen: Auswirkungen auf Durchführbarkeit, Ergebnisstabilität und medizinische Interpretation.

  • Ergebnisse von Netzwerk-Meta-Analysen interpretieren: relative Effekte, Rangordnungen, Unsicherheit und Grenzen der Aussagekraft.

  • Praktische Netzwerk-Meta-Analysen aus der medizinischen Literatur: Gemeinsames Lesen und methodisches Einordnen ausgewählter Veröffentlichungen.

  • Einordnung der Netzwerk-Meta-Analyse im IQWiG-Kontext: Anforderungen, Grenzen und praktische Relevanz für Nutzenbewertungen.

  • Matching-Adjusted Indirect Comparison: Was ist eine MAIC und in welchen Situationen wird dieses Verfahren eingesetzt?

  • Bedeutung der MAIC für indirekte Vergleiche: individuelle Patientendaten, aggregierte Vergleichsdaten, Matching, Gewichtung und effektive Stichprobengröße.

  • Warum MAIC durchgeführt wird: Umgang mit Unterschieden zwischen Studienpopulationen und Versuch, indirekte Vergleiche methodisch besser abzusichern.

  • Methodische Voraussetzungen und Grenzen von MAIC-Analysen: Effektmodifikatoren, prognostische Faktoren, fehlende Variablen und Interpretationsrisiken.

  • MAIC in der Praxis: Gemeinsame Betrachtung von Beispielen aus Dossiers zur frühen Nutzenbewertung nach § 35a SGB V.

  • Einordnung der MAIC im Methodenbericht des IQWiG: methodische Anforderungen, typische Kritikpunkte und Bedeutung für die Bewertung indirekter Vergleiche.

  • Abschlussdiskussion: Wann sind Systematic Review, Meta-Analyse, Netzwerk-Meta-Analyse und MAIC geeignet — und wann sollten Ergebnisse nur mit großer Vorsicht interpretiert werden?​

Inhalte des Seminars Systematic Review und Meta-Analyse in der Medizin

 

Ein Seminar für Fachleute aus Medizin, Pharma, Medizintechnik, Health Economics, Market Access und Evidenzbasierter Medizin.

 

Systematic Literature Review

 

Ein Systematic Literature Review verfolgt das Ziel, die verfügbare Evidenz zu einer medizinischen Fragestellung nachvollziehbar, vollständig und methodisch kontrolliert zusammenzutragen.

 

Im Seminar werden die zentralen Schritte eines Systematic Reviews behandelt: von der Formulierung der Fragestellung über die Suchstrategie und Studienselektion bis zur Bewertung der eingeschlossenen Studien. Dabei wird herausgearbeitet, warum ein transparenter und reproduzierbarer Review-Prozess die Grundlage jeder belastbaren Befundintegration bildet.

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • Entwicklung einer präzisen medizinischen Fragestellung

  • Population, Intervention, Comparator und Outcomes

  • Ein- und Ausschlusskriterien

  • Literaturrecherche und Studienselektion

  • Datenextraktion

  • Bewertung der Studienqualität

  • Umgang mit unterschiedlichen Studientypen und Endpunkten

  • Bedeutung des Systematic Reviews als Grundlage für Meta-Analysen

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden verstehen, wie ein Systematic Review aufgebaut ist und warum die Qualität der Literaturrecherche und Studienbewertung entscheidend für jede weitere quantitative Analyse ist.

 

Meta-Analyse

 

Eine Meta-Analyse dient dazu, Ergebnisse mehrerer Studien quantitativ zusammenzuführen. Sie kann helfen, die verfügbare Evidenz präziser zu schätzen, Unsicherheiten sichtbar zu machen und Unterschiede zwischen Studien besser zu verstehen.

 

Im Seminar wird zunächst geklärt, was eine Meta-Analyse ist und wann sie sinnvoll durchgeführt werden kann. Dabei steht nicht nur die rechnerische Durchführung im Mittelpunkt, sondern vor allem die methodische Beurteilung: Sind die Studien vergleichbar genug? Sind Endpunkte ausreichend ähnlich definiert? Gibt es Hinweise auf relevante klinische oder methodische Heterogenität?

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • Grundidee der quantitativen Befundintegration

  • Voraussetzungen für die Durchführung einer Meta-Analyse

  • geeignete Ergebnisse eines Systematic Reviews als Ausgangspunkt

  • Effektmaße für binäre, kontinuierliche und Time-to-Event-Endpunkte

  • Fixed-Effect- und Random-Effects-Modelle

  • Forest Plots und gepoolte Effektschätzer

  • Konfidenzintervalle und statistische Unsicherheit

  • Sensitivitätsanalysen

  • Interpretation medizinischer Ergebnisse im Anwendungskontext

 

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden können beurteilen, wann eine Meta-Analyse sinnvoll ist, wie typische Ergebnisse dargestellt werden und wie gepoolte Effekte medizinisch interpretiert werden können.

Heterogenität in der Meta-Analyse

 

Heterogenität ist ein zentrales Thema in jeder Meta-Analyse. Studien unterscheiden sich häufig in Populationen, Interventionen, Vergleichsgruppen, Endpunkten, Studiendesigns oder Nachbeobachtungszeiten.

 

Im Seminar wird erläutert, wie Heterogenität erkannt, beschrieben und methodisch berücksichtigt werden kann. Dabei werden sowohl klinische und methodische Heterogenität als auch statistische Heterogenität betrachtet.

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • klinische Heterogenität

  • methodische Heterogenität

  • statistische Heterogenität

  • Interpretation von I² und weiteren Heterogenitätsmaßen

  • Einfluss von Heterogenität auf gepoolte Effektschätzer

  • Subgruppenanalysen

  • Sensitivitätsanalysen

  • Grenzen der quantitativen Zusammenfassung

 

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden können Heterogenität in Meta-Analysen erkennen und einschätzen, wann eine quantitative Zusammenfassung belastbar ist und wann Ergebnisse nur mit großer Vorsicht interpretiert werden sollten.

 

IQWiG-Methodenbericht und Meta-Analysen

Der Methodenbericht des IQWiG spielt im deutschen Versorgungskontext eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Bewertung medizinischer Maßnahmen und im Umfeld der frühen Nutzenbewertung.

 

Im Seminar wird besprochen, welche Anforderungen und methodischen Überlegungen der IQWiG-Methodenbericht für systematische Reviews, Meta-Analysen und indirekte Vergleiche enthält. Dabei wird der Methodenbericht nicht abstrakt behandelt, sondern anhand praktischer Fragestellungen eingeordnet.

 

Die Allgemeinen Methoden des IQWiG verstehen sich als Rahmen für die konkrete projektbezogene Vorgehensweise; die projektspezifische Methodik hängt unter anderem von Fragestellung und vorhandener Evidenz ab.  [oai_citation:1‡IQWiG](https://www.iqwig.de/methoden/allgemeine-methoden_v8-0.pdf?utm_source=chatgpt.com)

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • Rolle des IQWiG im Kontext der Evidenzbewertung

  • Grundprinzipien methodischer Transparenz

  • Anforderungen an systematische Evidenzaufarbeitung

  • methodische Hinweise zu Meta-Analysen

  • Umgang mit wenigen Studien

  • Bedeutung von Heterogenität

  • Anforderungen an direkte und indirekte Vergleiche

  • praktische Relevanz für Dossiers nach § 35a SGB V

 

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden können zentrale methodische Anforderungen aus dem IQWiG-Kontext besser einordnen und auf konkrete medizinische Bewertungsfragen beziehen.

Netzwerk-Meta-Analysen

Netzwerk-Meta-Analysen erweitern klassische Meta-Analysen, indem mehrere Interventionen innerhalb eines gemeinsamen Evidenznetzwerks verglichen werden können.

 

Im Seminar wird erläutert, was eine Netzwerk-Meta-Analyse ist und warum sie in der medizinischen Praxis relevant sein kann. Dabei wird insbesondere der Unterschied zwischen direkten und indirekten Effekten herausgearbeitet.

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • Grundidee der Netzwerk-Meta-Analyse

  • direkte Vergleiche

  • indirekte Vergleiche

  • gemischte Evidenz

  • Aufbau und Interpretation von Evidenznetzwerken

  • Voraussetzungen für belastbare indirekte Vergleiche

  • Homogenität, Transitivität und Konsistenz

  • Einfluss von Heterogenität auf Durchführbarkeit und Ergebnisse

  • Interpretation praktischer Netzwerk-Meta-Analysen aus medizinischen Veröffentlichungen

  • Einordnung der Anforderungen aus dem IQWiG-Methodenbericht

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden verstehen die Grundidee von Netzwerk-Meta-Analysen und können medizinische Publikationen mit direkten und indirekten Vergleichen methodisch fundierter lesen.

 

Direkte und indirekte Effekte

 

Ein zentrales Element von Netzwerk-Meta-Analysen ist die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Vergleichen.

 

Direkte Effekte entstehen aus Studien, in denen zwei Interventionen unmittelbar miteinander verglichen wurden. Indirekte Effekte ergeben sich, wenn Interventionen über einen gemeinsamen Vergleichsanker miteinander in Beziehung gesetzt werden.

 

Im Seminar wird anhand praktischer Beispiele erläutert, wann indirekte Vergleiche hilfreich sein können und welche Risiken bei der Interpretation bestehen. Besonders wichtig ist dabei die Frage, ob die beteiligten Studien hinsichtlich Population, Studiendesign, Endpunkten und Vergleichsinterventionen ausreichend vergleichbar sind.

 

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden können direkte und indirekte Evidenz unterscheiden und die Aussagekraft indirekter Vergleiche kritischer bewerten.

 

MAIC: Matching-Adjusted Indirect Comparison

 

Matching-Adjusted Indirect Comparison, kurz MAIC, ist ein Verfahren für indirekte Vergleiche, das insbesondere dann relevant wird, wenn individuelle Patientendaten für eine Studie und aggregierte Daten für eine Vergleichsstudie vorliegen.

 

Im Seminar wird erklärt, was eine MAIC ist, warum sie durchgeführt wird und welche Rolle sie in der frühen Nutzenbewertung spielen kann. Dabei wird insbesondere diskutiert, wie Unterschiede zwischen Studienpopulationen durch Gewichtung adressiert werden sollen und wo die methodischen Grenzen liegen.

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • Grundidee der MAIC

  • Anlass und Zielsetzung von MAIC-Analysen

  • indirekte Vergleiche ohne direkten Head-to-Head-Vergleich

  • individuelle Patientendaten und aggregierte Vergleichsdaten

  • Matching und Gewichtung

  • Effektive Stichprobengröße

  • Bedeutung von Effektmodifikatoren und prognostischen Faktoren

  • methodische Grenzen und Interpretationsrisiken

  • MAIC in Dossiers zur frühen Nutzenbewertung nach § 35a SGB V

  • Einordnung der Hinweise aus dem IQWiG-Methodenbericht

Ergebnis:  

Die Teilnehmenden verstehen, warum MAIC-Analysen eingesetzt werden, welche Annahmen damit verbunden sind und wie entsprechende Ergebnisse in Dossiers und Publikationen kritisch interpretiert werden können.

Praktische Interpretation medizinischer Veröffentlichungen und Dossiers

Ein wesentlicher Bestandteil des Seminars ist die gemeinsame Arbeit an praktischen Beispielen.

 

Die Teilnehmenden lesen und interpretieren ausgewählte medizinische Veröffentlichungen, Meta-Analysen, Netzwerk-Meta-Analysen und Dossiers aus dem Kontext der frühen Nutzenbewertung. Dabei wird nicht nur gefragt, was berichtet wurde, sondern vor allem, wie belastbar die dargestellten Ergebnisse sind.

 

Besprochen werden unter anderem:

 

  • Aufbau typischer Publikationen zu Meta-Analysen

  • Interpretation von Tabellen, Forest Plots und Netzwerkdarstellungen

  • kritische Bewertung der Studienauswahl

  • Bewertung der Heterogenität

  • Interpretation direkter und indirekter Vergleiche

  • Einordnung von Unsicherheit

  • Übertragung methodischer Ergebnisse in medizinische Schlussfolgerungen

 

Ergebnis:  

 

Die Teilnehmenden können publizierte Befundintegrationen, indirekte Vergleiche und Dossiers systematischer lesen und methodisch begründet interpretieren.

Zielgruppen des Seminars

Systematic Review und Meta-Analyse in der Medizin

 

Das Seminar richtet sich an:

 

  • Ärzt:innen und medizinische Fachkräfte

  • Mitarbeitende aus Pharma und Medizintechnik

  • Mitarbeitende aus Medical Affairs, Market Access und Health Economics

  • Personen, die Dossiers zur frühen Nutzenbewertung lesen, erstellen oder bewerten

  • Fach- und Projektteams im Bereich Evidenzbasierte Medizin

  • Mitarbeitende aus Clinical Research und wissenschaftlichen Abteilungen

  • Personen, die Systematic Reviews, Meta-Analysen oder indirekte Vergleiche interpretieren müssen

  • Nicht-Statistiker:innen, die empirische Befundintegration in der Medizin besser verstehen möchten

Häufige Fragen zum Seminar

Medizinische Statistik für Nicht-Statistiker:innen

Benötige ich statistische Vorkenntnisse für das Seminar?

 

Grundlegende Kenntnisse medizinischer Studien sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für eine Teilnahme. Die zentralen statistischen Konzepte werden schrittweise eingeführt und anhand praktischer medizinischer Beispiele erläutert.

 

Muss ich selbst Meta-Analysen berechnen?

 

Der Schwerpunkt liegt auf dem methodischen Verständnis und der Interpretation. Je nach Zielgruppe kann das Seminar um praktische Berechnungsbeispiele ergänzt werden. Im Vordergrund steht jedoch die Frage, wann eine Meta-Analyse sinnvoll ist und wie ihre Ergebnisse zu bewerten sind.

 

Geht es im Seminar auch um den IQWiG-Methodenbericht?

 

Ja. Der Methodenbericht des IQWiG wird an mehreren Stellen aufgegriffen, insbesondere bei Meta-Analysen, Netzwerk-Meta-Analysen, indirekten Vergleichen und MAIC. Ziel ist es, die methodischen Anforderungen im deutschen Nutzenbewertungskontext besser einordnen zu können.

 

Wird die frühe Nutzenbewertung nach § 35a SGB V behandelt?

 

Ja. Dossiers und Beispiele aus der frühen Nutzenbewertung werden genutzt, um die praktische Relevanz der Methoden zu verdeutlichen.

 

Was ist der Unterschied zu einem allgemeinen Statistikseminar?

 

Das Seminar konzentriert sich nicht auf allgemeine Statistikgrundlagen, sondern auf empirische Befundintegration in der Medizin. Im Mittelpunkt stehen Systematic Reviews, Meta-Analysen, Netzwerk-Meta-Analysen, indirekte Vergleiche und MAIC.

 

Werden Netzwerk-Meta-Analysen praktisch interpretiert?

 

Ja. Die Teilnehmenden lesen und interpretieren gemeinsam ausgewählte Beispiele aus medizinischen Veröffentlichungen. Dabei wird besonders auf direkte und indirekte Evidenz, Heterogenität, Transitivität und Konsistenz geachtet.

 

Wird MAIC nur theoretisch behandelt?

 

Nein. MAIC wird methodisch eingeführt und anschließend anhand praktischer Beispiele aus Dossiers und Veröffentlichungen eingeordnet.

 

Für wen ist das Seminar besonders geeignet?

 

Das Seminar eignet sich besonders für Personen, die medizinische Evidenz bewerten, Studienberichte lesen, Dossiers interpretieren oder Ergebnisse aus Befundintegrationen kommunizieren müssen.

 

Kann das Seminar als Inhouse-Seminar durchgeführt werden?

 

Ja. Das Seminar kann als Inhouse-Seminar vor Ort oder online durchgeführt werden. Inhalte, Beispiele und Schwerpunkte können an die Zielgruppe angepasst werden.

 

Wie lange sollte das Seminar dauern?

 

Empfohlen wird eine Seminardauer von 2 Tagen. Für einen kompakten Überblick ist auch ein eintägiges Format möglich. Für eine vertiefte praktische Arbeit mit Publikationen und Dossiers sind 2 Tage sinnvoller.

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