Offene Schulungen in Wiesbaden
Termine im Jahr 2026: 12. Juni 2026, 25. September 2026 und 27. November 2026

Lernziele und Agenda Statistik-Workshop für Mediziner:innen:
Klinische Studien sicher lesen und interpretieren
Klinische Studien sind eine zentrale Grundlage medizinischer Entscheidungen. Gleichzeitig sind die statistischen Ergebnisse in Publikationen oft anspruchsvoll: Endpunkte, Konfidenzintervalle, Hazard Ratios, Subgruppenanalysen, Kaplan-Meier-Kurven und p-Werte müssen nicht nur gelesen, sondern auch korrekt interpretiert und in eigenen Worten wiedergegeben werden können.
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Aktuelle RCT-Publikationen systematisch lesen und verstehen
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Studiendesign, Endpunkte und Population einordnen
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p-Werte, Konfidenzintervalle und Effektmaße interpretieren
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Kaplan-Meier-Kurven, Hazard Ratios und Safety-Daten lesen
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Subgruppenanalysen und Limitationen kritisch bewerten
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Studienergebnisse in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben
INHOUSE-SEMINAR
Seminardurchführung am Standort des Kunden
€1.890,00
pro Tag bis 4 Teilnehmer zzgl.
gesetzlicher USt
Alle Inhalte der Inhouse-Seminare werden individuell zugeschnitten und zielgruppenspezifisch vermittelt.
Intensive Nachbetreuung ermöglicht den Teilnehmern ihre Kenntnisse in kürzester Zeit umzusetzen.
Empfohlene Seminardauer: 2 Tage
Leihgebühren Schulungsnotebook (auf Wunsch): 60,- Euro (pro Tag, pro Schulungsrechner)
Inhalte auf einen Blick
Dieser 1-Tages-Workshop vermittelt statistisches Verständnis direkt anhand aktueller medizinischer Fachpublikationen. Im Mittelpunkt steht nicht die abstrakte Vermittlung statistischer Theorie, sondern das gemeinsame Lesen, Verstehen und Wiedergeben klinischer Studienergebnisse.
Die Teilnehmenden arbeiten aktiv mit ein bis zwei ausgewählten Studien und lernen, statistische Aussagen im Kontext von Studiendesign, Endpunkten, Effektmaßen und medizinischer Relevanz einzuordnen.
Tag 1
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Einführung in den Aufbau klinischer Studienpublikationen: Abstract, Hintergrund, Methoden, Ergebnisse, Diskussion und Limitationen.
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Randomisierte kontrollierte Studien verstehen: Studiendesign, Randomisierung, Vergleichsgruppen, Ein- und Ausschlusskriterien und Patient:innenpopulation.
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Fragestellung und Endpunkte identifizieren: primäre und sekundäre Endpunkte, explorative Analysen und Bedeutung der Endpunktwahl.
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Statistischer Analyseplan im Paper: Welche Methoden wurden eingesetzt und warum sind sie für die Interpretation relevant?
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Baseline-Charakteristika lesen: Vergleichbarkeit der Gruppen, deskriptive Kennzahlen und typische Fallstricke bei der Interpretation.
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Wirksamkeitsergebnisse interpretieren: absolute und relative Effekte, Gruppenvergleiche, p-Werte und Konfidenzintervalle.
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Time-to-Event-Endpunkte verstehen: Kaplan-Meier-Kurven, Hazard Ratios, Medianwerte, Number at Risk und zensierte Beobachtungen.
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Safety-Ergebnisse einordnen: unerwünschte Ereignisse, schwere unerwünschte Ereignisse, Therapieabbrüche und Sicherheitsprofile.
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Subgruppenanalysen kritisch bewerten: Aussagekraft, Unsicherheit, explorativer Charakter und Risiken der Überinterpretation.
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Limitationen der Studie diskutieren: interne Validität, externe Validität, Studiendauer, Fallzahl, Endpunktwahl und Übertragbarkeit auf die Praxis.
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Studienergebnisse in eigenen Worten wiedergeben: Die Teilnehmenden fassen zentrale Ergebnisse zusammen und üben eine fachlich korrekte, verständliche Kommunikation.
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Abschlussdiskussion: Was lässt sich aus der Studie ableiten, welche Aussagen sind belastbar und welche Fragen bleiben offen?
Inhalte des Statistik-Workshop für Mediziner:innen: Klinische Studien sicher lesen und interpretieren
Klinische Studien sind eine zentrale Grundlage medizinischer Entscheidungen. Gleichzeitig sind die statistischen Ergebnisse in Publikationen oft anspruchsvoll: Endpunkte, Konfidenzintervalle, Hazard Ratios, Subgruppenanalysen, Kaplan-Meier-Kurven und p-Werte müssen nicht nur gelesen, sondern auch korrekt interpretiert und in eigenen Worten wiedergegeben werden können.
In diesem 1-Tages-Workshop werden aktuelle medizinische Studien gemeinsam Schritt für Schritt gelesen. Im Mittelpunkt stehen in der Regel randomisierte kontrollierte Studien aus hochwertigen medizinischen Fachzeitschriften. Die Teilnehmenden lernen, den Aufbau solcher Publikationen systematisch zu verstehen, die statistischen Ergebnisse einzuordnen und die zentralen Aussagen für die eigene medizinische Praxis oder Kommunikation aufzubereiten.
Der Workshop ist konsequent interaktiv aufgebaut. Die Teilnehmenden arbeiten aktiv mit den Studien, fassen zentrale Abschnitte zusammen und üben, statistische Ergebnisse verständlich und fachlich korrekt wiederzugeben.
Klinische Studien systematisch lesen und statistisch einordnen
Randomisierte kontrollierte Studien folgen in medizinischen Fachzeitschriften häufig einem klaren Aufbau. Wer diesen Aufbau einmal verstanden hat, kann viele Studien deutlich schneller und sicherer lesen.
Im Workshop werden ein bis zwei ausgewählte aktuelle Studien gemeinsam analysiert. Dabei wird nicht nur der Ergebnisteil betrachtet, sondern die gesamte Argumentationsstruktur der Publikation: Fragestellung, Studiendesign, Population, Endpunkte, statistische Methoden, Ergebnisse, Interpretation und Limitationen.
Die Teilnehmenden lernen insbesondere,
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den Aufbau klinischer Studienpublikationen systematisch zu erfassen,
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Studiendesign, Population, Intervention und Vergleichsgruppe zu beschreiben,
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primäre und sekundäre Endpunkte zu identifizieren,
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statistische Methoden im Ergebnisteil besser zu verstehen,
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Effektmaße wie Risk Ratio, Odds Ratio oder Hazard Ratio einzuordnen,
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Konfidenzintervalle und p-Werte korrekt zu interpretieren,
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Kaplan-Meier-Kurven und Time-to-Event-Ergebnisse zu lesen,
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Subgruppenanalysen und Limitationen kritisch zu bewerten,
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zentrale Studienergebnisse in eigenen Worten zusammenzufassen,
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die medizinische Relevanz statistischer Ergebnisse besser einzuschätzen.
Ergebnis:
Die Teilnehmenden können klinische Studien strukturierter lesen, statistische Ergebnisse sicherer interpretieren und zentrale Aussagen verständlich wiedergeben.
Arbeit mit aktuellen medizinischen Publikationen
Der Workshop basiert auf realen medizinischen Fachartikeln. Typischerweise werden ein bis zwei aktuelle Publikationen zu randomisierten kontrollierten Studien ausgewählt.
Die Studien können vom Veranstalter vorgeschlagen werden. Bei Inhouse-Seminaren können auch kundenseitig relevante Paper eingebracht werden, zum Beispiel aus einem bestimmten Indikationsgebiet, einer aktuellen Leitliniendiskussion oder einem internen medizinisch-wissenschaftlichen Schwerpunkt.
Geeignet sind insbesondere Publikationen, die typische statistische Elemente enthalten:
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randomisiertes kontrolliertes Studiendesign
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klar definierte Behandlungsgruppen
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primäre und sekundäre Endpunkte
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Patient:innencharakteristika
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Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte
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Kaplan-Meier-Kurven
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Hazard Ratios oder andere Effektmaße
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Konfidenzintervalle
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Subgruppenanalysen
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Diskussion von Limitationen
Wichtig:
Wenn kundenseitig eigene Paper eingesetzt werden sollen, ist mindestens ein zusätzlicher Vorbereitungstag erforderlich. In dieser Vorbereitungszeit werden die Publikationen methodisch aufbereitet, geeignete Diskussionspunkte identifiziert und die statistischen Inhalte didaktisch vorbereitet.
Ergebnis:
Der Workshop kann sehr nah an den fachlichen Interessen der Teilnehmenden ausgerichtet werden.
Typischer Ablauf des Workshops
Der Workshop beginnt mit einer kurzen Einführung in den Aufbau klinischer Studienpublikationen. Anschließend wird das erste Paper gemeinsam systematisch gelesen.
Dabei werden die zentralen Abschnitte der Publikation nacheinander betrachtet:
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Titel, Abstract und Fragestellung
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Hintergrund und medizinischer Kontext
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Studiendesign
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Ein- und Ausschlusskriterien
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Patient:innenpopulation
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Intervention und Vergleichsgruppe
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primäre und sekundäre Endpunkte
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statistische Analyseplanung
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Ergebnistabellen und Abbildungen
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Interpretation der zentralen Effektmaße
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Sicherheitsdaten
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Subgruppenanalysen
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Diskussion und Limitationen
Die Teilnehmenden übernehmen dabei aktiv kleinere Aufgaben: Sie fassen Abschnitte zusammen, erklären Ergebnisse in eigenen Worten und diskutieren gemeinsam, welche statistischen Aussagen belastbar sind und welche mit Vorsicht interpretiert werden sollten.
Ergebnis:
Die Teilnehmenden üben nicht nur das Lesen von Studien, sondern auch das fachlich präzise Kommunizieren statistischer Ergebnisse.
Statistik direkt am Paper erklärt
Die statistischen Inhalte werden nicht abstrakt vermittelt, sondern direkt an den ausgewählten Publikationen erklärt.
Typische Themen sind:
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Unterschied zwischen deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnissen
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Baseline-Charakteristika und Gruppenvergleich
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primäre und sekundäre Endpunkte
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absolute und relative Effekte
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p-Werte und statistische Signifikanz
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Konfidenzintervalle und klinische Relevanz
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Hazard Ratios und Time-to-Event-Endpunkte
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Kaplan-Meier-Kurven
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Number at Risk
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Medianwerte bei Survival-Endpunkten
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Safety-Analysen
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Subgruppenanalysen
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Multiples Testen und explorative Analysen
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Aussagekraft und Grenzen einzelner Studien
Der Fokus liegt immer auf der Interpretation: Was bedeutet das Ergebnis? Wie kann es medizinisch eingeordnet werden? Was kann man sicher sagen — und was nicht?
Ergebnis:
Die Teilnehmenden verstehen statistische Konzepte nicht isoliert, sondern im direkten Anwendungskontext klinischer Studien.
Kommunikation medizinischer Studienergebnisse
Ein wichtiger Bestandteil des Workshops ist das Wiedergeben der Studienergebnisse in eigenen Worten.
Die Teilnehmenden üben, zentrale statistische Aussagen verständlich und korrekt zu formulieren. Dies ist besonders relevant für Situationen wie:
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interne Journal Clubs
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fachärztliche Weiterbildung
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Kongressvorbereitung
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Diskussion medizinischer Literatur
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Kommunikation mit Kolleg:innen
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Bewertung neuer Therapieoptionen
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medizinisch-wissenschaftliche Präsentationen
Dabei wird besonders darauf geachtet, Überinterpretationen zu vermeiden. Ein statistisch signifikantes Ergebnis ist nicht automatisch klinisch relevant. Umgekehrt können nicht-signifikante Ergebnisse je nach Studiengröße, Konfidenzintervall und Fragestellung unterschiedlich einzuordnen sein.
Ergebnis:
Die Teilnehmenden können Studienergebnisse präziser, verständlicher und methodisch fundierter kommunizieren.
Mögliche Indikationsgebiete
Der Workshop kann für unterschiedliche medizinische Fachgebiete angepasst werden.
Mögliche Schwerpunkte sind zum Beispiel:
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Onkologie
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Pneumologie
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Kardiologie
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Neurologie
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Ophthalmologie
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Immunologie
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Infektiologie
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seltene Erkrankungen
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Arzneimittelstudien allgemein
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Medizinprodukte und interventionelle Verfahren
In früheren Durchführungen wurden beispielsweise aktuelle RCTs aus dem Bereich Advanced NSCLC gemeinsam mit angehenden Fachärzt:innen analysiert. Dieses Format hat sich besonders bewährt, weil die Studien methodisch anspruchsvoll, aber zugleich klar strukturiert und klinisch hoch relevant sind.
Ergebnis:
Der Workshop lässt sich fachlich auf die Zielgruppe zuschneiden und kann mit indikationsspezifischen Publikationen durchgeführt werden.
Zielgruppen des Statistik-Workshop für Mediziner:innen: Klinische Studien sicher lesen und interpretieren
Das Seminar richtet sich an:
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Ärzt:innen und angehende Fachärzt:innen
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medizinische Fachkräfte, die klinische Studien sicherer lesen möchten
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Mitarbeitende aus Medical Affairs und wissenschaftlichen Abteilungen
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Fachpersonen aus Pharma, Medizintechnik und Gesundheitswesen
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Teilnehmende an Journal Clubs oder medizinischen Fortbildungen
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Personen, die Studienergebnisse zusammenfassen, präsentieren oder diskutieren müssen
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Fachabteilungen, die aktuelle medizinische Literatur methodisch fundierter bewerten möchten
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Nicht-Statistiker:innen, die Statistik direkt am medizinischen Paper verstehen möchten
Häufige Fragen Statistik-Workshop für Mediziner:innen: Klinische Studien sicher lesen und interpretieren
Benötige ich statistische Vorkenntnisse?
Nein. Der Workshop richtet sich ausdrücklich an Mediziner:innen und medizinische Fachkräfte ohne vertiefte statistische Ausbildung. Die relevanten Konzepte werden direkt anhand der ausgewählten Studien erklärt.
Muss ich vorab ein Paper lesen?
Das kann sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend erforderlich. Bei Inhouse-Seminaren kann vorab vereinbart werden, ob die Teilnehmenden die Paper vorbereitend lesen sollen.
Welche Paper werden verwendet?
Die Paper können vom Veranstalter vorgeschlagen werden. Bei Inhouse-Seminaren können auch kundenseitig relevante Publikationen genutzt werden, zum Beispiel zu einem bestimmten Indikationsgebiet oder einer aktuellen Therapiefrage.
Können wir eigene Studien oder Publikationen einbringen?
Ja. Das ist insbesondere für Inhouse-Seminare sehr sinnvoll. Wenn eigene Paper verwendet werden sollen, ist mindestens ein zusätzlicher Vorbereitungstag erforderlich, damit die Inhalte methodisch und didaktisch sauber aufbereitet werden können.
Warum ist ein Vorbereitungstag notwendig?
Die ausgewählten Paper müssen vorab statistisch und didaktisch aufbereitet werden. Dazu gehören die Identifikation zentraler Ergebnisse, geeigneter Diskussionspunkte, möglicher Verständnisprobleme und passender Aufgaben für die Teilnehmenden.
Wird im Workshop gerechnet?
Der Schwerpunkt liegt auf dem Verstehen und Interpretieren. Einzelne Kennzahlen können bei Bedarf nachvollzogen werden, aber der Workshop ist kein Rechenkurs. Im Vordergrund steht die sichere Interpretation publizierter Studienergebnisse.
Geht es nur um RCTs?
Der Schwerpunkt liegt auf randomisierten kontrollierten Studien, weil diese in medizinischen Fachzeitschriften häufig klar strukturiert und für das gemeinsame Lernen sehr gut geeignet sind. Bei Bedarf können auch andere Studientypen einbezogen werden.
Ist der Workshop indikationsspezifisch anpassbar?
Ja. Der Workshop kann auf bestimmte Fachgebiete ausgerichtet werden, zum Beispiel Onkologie, Pneumologie, Kardiologie, Neurologie, Ophthalmologie oder andere medizinische Bereiche.
Können auch angehende Fachärzt:innen teilnehmen?
Ja. Das Format eignet sich sehr gut für angehende Fachärzt:innen, da es die Fähigkeit stärkt, aktuelle Studien kritisch zu lesen und deren Ergebnisse fachlich korrekt wiederzugeben.
Wie lange dauert der Workshop?
Empfohlen wird eine Dauer von 1 Tag. Das Format ist so aufgebaut, dass ein bis zwei Paper intensiv und interaktiv bearbeitet werden können.
Kann der Workshop als Inhouse-Seminar durchgeführt werden?
Ja. Der Workshop kann als Inhouse-Seminar vor Ort oder online durchgeführt werden. Inhalte, Paper und Indikationsgebiet können an die Zielgruppe angepasst werden.

